Auf einem traditionellen Dreimaster die Segel setzen, in der Kombüse mit der Crew speisen, unter Deck auf schaukelnden Wellen übernachten - ein Hauch von Seefahrerromantik inklusive. Die Niederlande bieten nicht nur eine Vielzahl an Wasserwegen und Seen, sondern sind eng mit der Geschichte der Seefahrt verbunden. Im 17. Jahrhundert bereisten die Segler der Vereinigten Ostindischen Kompanie (VOC) die ganze Welt - und kamen nach jahrelanger Fahrt voll beladen zurück in die niederländischen Häfen. Heute bieten verschiedene Reedereien Hobbyseebären die Möglichkeit, ein paar Tage an Bord eines traditionellen Segelschiffes zu verbringen.
Entspanntes Erleben
Segel reffen und das Boot auf Kurs halten - beim Abenteuer Seefahrt muss die Besatzung kräftig zupacken. Aber die Erholung kommt dennoch nicht zu kurz: Den Blick auf den Horizont gerichtet, die Salzluft des Meeres in der Nase, eine frische Brise in den Haaren - so lässt es sich an Bord entspannen. Bis das Boot wieder einen Richtungswechsel vornimmt. Dann heißt es Hauptsegel einholen, Taue festzurren, und ab geht die Fahrt gegen den Wind.
Übernachtung inklusive
Seeluft macht hungrig: Zum Glück zaubert der Koch in der Kombüse ein deftiges Abendessen auf den Tisch. Und nach dem Abendessen strickt der Skipper vielleicht auch noch ein Knäuel Seemannsgarn zur Unterhaltung seiner neuen Matrosenmannschaft. Übernachtet wird an Bord. Mehrere Hundert traditionelle Segelschiffe liegen in den Niederlanden vor Anker: Klipper, Schoner, Logger und Tjalke, die zuvor als Frachtschiffe oder Fischerboote dienten. Umgebaut zu modern eingerichteten Passagierschiffen, bieten sie Platz für bis zu 40 Passagiere - und erfüllen die höchsten Sicherheitsanforderungen.