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Viel grüne Natur, ein gut ausgebautes Radwegenetz und Routen laden zum Radeln und Wandern ein!
 
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Jetzt auch als Expeditionsführer für Radwanderer

Cees Nooteboom hat sie beschrieben und die Pop-Bands The Nits haben sie besungen: Die ‘Dutch Mountains’. Trotzdem beharrt die unwissende Mehrheit der Menschheit auf dem Standpunkt, dass die ‘holländischen Berge’ allenfalls ein Mythos. Radtouristen aber können sich nun mit entsprechender Lektüre vom Gegenteil überzeugen: ‚Bergauf in den Niederlanden – Die 50 schönsten Anstiege‘. 

 

Höher als so mancher denkt
Gut, es sind nicht die Passstraßen der Alpen, doch auch geübte Radfahrer dürften auf den holländischen Hügeln von Schweißausbrüchen nicht verschont bleiben und mancherorts verschämt ein paar Gänge herunterschalten. Die meisten Anstiege konzentrieren sich auf Zuid-Limburg. Die Region liegt zwischen Belgien und Deutschland und hat noch die Ausläufer von Ardennen und Eifel abbekommen.

 

Echte Wadenbeißer
Einer der ‚Berge‘ besitzt sogar einen Furcht einflößend alpinen Namen: ‚Dode Man‘. Doch der ‚Tote Mann‘ in der Nähe von Heerlen ist mit seiner Länge von 1100 Metern und einem Höhenunterschied von 81 Metern nicht einmal der schlimmste Anstieg. Diese Ehre ist dem ‚Camerig’ beim Örtchen Epen in der Nähe des Dreiländerecks vorbehalten. Hier geht es über eine Länge von 4,3 Kilometern rauf bis auf 278 Meter (!), und das bei 3,9 Prozent durchschnittlicher Steigung. Ganz in der Nähe baut sich mit dem ‚Keutenberg’ (bei Schin op Geul) gar ein echter Wadenbeißer auf – an einer Stelle beträgt die Steigung stolze 16,3 Prozent. Rekord für unser Nachbarland.

 

Noch mehr Berge
Erhebungen finden Radfahrer auch in anderen Landesteilen. Besonders schön ist der so genannte ‚Posbank’ bei Rheden in Gelderland. Auch hier, in der farbenfrohen Heidelandschaft der Veluwe, existiert eine Straße, die dem Prädikat Anstieg würdig ist: 2200 Meter lang geht es bergauf, wenngleich die durchschnittliche Steigung von 2,8 Prozent (65 Höhenmeter) moderat ausfällt.

 

Die Düne zu guter Letzt
Damit das Buch nicht nur Einträge im Osten und Süden des Landes aufweist, haben die Autoren es sich übrigens nicht verkneifen können, einen Exoten in  ihre Liste aufzunehmen: Den ‚Kop van Bloemendaal’, die vor den Toren von Haarlem gelegene, mit 40 Metern höchste Düne der Niederlande. Wer allerdings schon einmal auf zwei Rädern die Küste entlang gefahren ist, wird sich hüten darüber zu spotten, denn auch das ständige Auf und Ab direkt am Meer kann gut in die Knochen gehen. Vor allem bei Gegenwind.